Werk der Skulptur Projekte

Eisenman-Brunnen kehrt Anfang Oktober nach Münster zurück

Darf bald sein Comeback feiern: Nicole Eisenmans "Sketch for a Fountain" bei den Skulptur Projekten 2017
Foto: Henning Rogge

Das mehrfach zerstörte Kunstwerk "Sketch for a Fountain"  ist im Herbst wieder in Münster zu sehen

Rund drei Monate vor der offiziellen Rückkehr des Kunstwerkes "Sketch for a Fountain" der US-Künstlerin Nicole Eisenman beginnen in Münster die vorbereitenden Arbeiten für das Projekt

Bevor das Werk am 2. Oktober offiziell an der Promenade an der Nordseite der Innenstadt eingeweiht wird, beginnen laut den Initiatoren die Anschlussarbeiten an Kanalisation und Stromnetz. Dann folgt der Brunnenbau.

Der Brunnen war Teil der Skulptur Projekte 2017 in Münster, wurde mehrfach während der Ausstellung zerstört und mit homophoben und antisemitischen Zeichen beschmiert. Das Kunstwerk mit überlebensgroßen, geschlechtslosen Figuren steht für das Thema Diversität und Toleranz. Der Rat der Stadt Münster hat 2020 der Rückkehr zugestimmt, nachdem sich die Bürgerinitiative für das Projekt stark gemacht und Gelder eingesammelt hatte. Durch die Corona-Pandemie verzögerte sich der Wiederaufbau.

Die Dauerinstallation entspricht nicht eins zu eins dem Werk aus dem Jahr 2017. So werden drei Gipsfiguren durch weiß-patiniertes Aluminium ersetzt. Die Skulptur Projekte finden alle zehn Jahre in Münster statt und zählen zu den wichtigsten Freiluft-Großausstellungen weltweit. 2017 waren 600 000 Besucher nach Westfalen gekommen. Kunstwerke wie Claes Oldenburgs "Giant Pool Balls" am Aasee aus dem Jahr 1977 ist seit Jahrzehnten im Stadtbild zu sehen.