US-Kunstmesse

Armory Show begrüßt Besucher mit Fotos von wartenden Migranten

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Am Haupteingang der New Yorker Kunstmesse Armory Show werden Besucher dieses Jahr mit überdimensionalen Fotos von wartenden Migranten begrüßt

"So Close" (So nah) heißt die Installation des französischen Künstlers und Fotografen JR, der dafür historische Fotos von Ellis Island für die bis Sonntag laufende Messe neu aufarbeitete. Zu sehen sind eine Gruppe wartender Männer und Kopftuch tragender Frauen mit Gepäck und Kindern.

Die Insel Ellis Island in der New Yorker Bucht passierten im späten 19. und im 20. Jahrhundert mehr als zwölf Millionen Einwanderer, die in den USA ein neues Leben beginnen wollten. Nicht weit von ihr liegt Liberty Island mit der Freiheitsstatue, die für viele Migranten die Chancen auf einen Neuanfang und ein Leben in Freiheit symbolisierte.

"Hier geht es nicht mehr ums Geschäft, sondern darum, wie Kunst in die Stadt hineinwirken kann", kommentiert Messechefin Nicole Berry im Monopol-Interview die JR-Installation.

Der aus Paris stammende JR kommentiert politische Debatten mit seinen Schwarzweiß-Fotos im öffentlichen Raum regelmäßig. In Pariser Edelbezirken zeigte er etwa Porträts von Jugendlichen aus Vororten, in Städten im Nahen Osten stellte er Porträts von Israelis und Palästinensern einander gegenüber. Auch bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und an der US-Grenze zu Mexiko zeigte JR seine Arbeiten. JR tritt ausschließlich unter seinem Kürzel auf.

Die erstmals 1994 ausgerichtete Armory Show zählt zu den größten Kunstmessen in den USA und zählt jährlich rund 65 000 Besucher.

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