"Die Künstlerin, deren Werk verschiedene Gattungen wie Malerei, Installation, Video und Performance umfasst, gehört zu den bedeutendsten Kunstschaffenden der Türkei", teilte die Stiftung mit. "Ihr Werk ist von der Ästhetik byzantinischer Ikonen und der Hinterglasmalerei inspiriert, bricht aber mit den Traditionen der kanonischen Kunst."
Karamustafa wurde 1946 in Ankara geboren. Sie lebt und arbeitet in Istanbul. Sie beschäftigte sich schon in den 1970er-Jahren mit Themen wie Migration, Feminismus, Gender und der Aufarbeitung des Kolonialismus, wie die Stiftung berichtet. Renommierte Institutionen wie die Tate Modern in London, das Guggenheim-Museum in New York oder das Museum Ludwig in Köln hätten Werke von ihr erworben.
Roswitha Haftmann (1924–1998) war Galeristin unter anderem in Zürich. Sie lebte in den 60er Jahren zeitweise in Berlin, wo ihr damaliger Mann Werner Haftmann Gründungsdirektor der Neuen Nationalgalerie war. Der Preis soll am 3. Dezember in Zürich verliehen werden.