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Neu im Kino: "Julian Schnabel – A Private Portrait"

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Ein neuer Dokumentarfilm gibt Einblick in das Leben von Künstler und Filmemacher Julian Schnabel

Das Erstaunliche an der Doku "Julian Schnabel – A Private Portrait" ist nicht die Liste der Interviewpartner, die von Laurie Anderson, Bono, Willem Dafoe, Jeff Koons bis zu Al Pacino reicht. Sondern dass sie tatsächlich etwas über den Maler zu sagen haben. Schnabel ist offenbar kein Freund loser Bekanntschaften, er fordert alles: von seiner Umgebung, sich selbst, der Kunst.

Die Galeristin Mary Boone erzählt, wie Schnabel ihr noch vor seiner ersten Ausstellung prophezeite, innerhalb von fünf Jahren auf dem Cover des Magazins "Artforum" zu sein. Er schaffte es dann in drei und wurde zum Star der 80er.

Regisseur Pappi Corsicato zeigt den Künstler und Filmemacher Schnabel, aber auch den Familienvater (zwei Frauen, größere Anzahl Kinder), Hobbykoch (fleischig), Erbauer eines venezianischen Palastes mitten in Manhattan und stolzen Träger eines Picasso-runden Bauches: ein einziges, jederzeit glaubhaftes Klischee des Künstlerberserkers.

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