Sam Youkilis ist der Macher eines höchst erfolgreichen Instagram-Accounts mit Bildern aus verschiedensten Ländern und über 700.000 Followern. Und er hat eine eigene Bildsprache innerhalb der Fotoplattform entwickelt, die mittlerweile einige Nachahmer gefunden hat. "Ich mag wärmere Töne, starke Schatten und Kontraste − meine Arbeiten sind voller Farben, Bewegung und Leben", sagt er. Seine Bilder sind auf eine ungewohnte Weise real, in seinen Videos kann man durch die Welt reisen.
Sieht man seine Aufnahmen von plaudernden Männern in einem Café in Rom, einer Nonna im Pelzmantel beim Kauen, dem Kellner im Suvretta House beim gestikulierenden Erklären oder Händen, die sich an einem griechischen Strand halten, dann herrscht Frieden mit der Welt.
Youkilis ist 1993 in New York geboren, sein Vater war Maler und Betreiber eines Restaurants, in dem der Sohn früh aushalf. Und bevor er die Stories-Funktion bei Instagram entdeckt hat, studierte er Fotografie und Kunstgeschichte am Bard College. Nun zeigt C/O Berlin seine weltweit erste Ausstellung. Es ist eines der ersten Male, dass iPhone-Videos das Hauptmedium in einer Fotoausstellung sind. Damit arbeitet Youkilis, hauptsächlich im Format 9:16. Es sei die schnellste Verbindung zwischen seiner Umgebung und ihm selbst und der einfachste Weg, seine Wahrnehmung der Welt zu externalisieren, sagt er.
Die Welt von Afrika aus denken
Neben der Ausstellung von Sam Youkilis ist im C/O Berlin gerade auch die Gruppenschau "A World in Common" mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie zu sehen. Darin werden 23 Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Generationen und geografischen Kontexten zusammengebracht. Das Konzept stützt sich auf die Philosophie des kamerunischen Denkers Achille Mbembe, der dazu aufruft, eine "gemeinsame Welt" zu imaginieren, indem man sie "von Afrika aus" denkt.
Außerdem wird die Arbeit der italienisch-togolesischen Künstlerin Silvia Rosi gezeigt, die den C/O Berlin Talent Award 2024 gewonnen hat. In ihrer Serie "Protektorat" (2022 bis 2024) setzt sie sich mithilfe von bearbeitetem Archivmaterial mit der Zeit des kolonialen Einflusses auf Togo auseinander. Dabei geht es Rosi vor allem um die Bedeutung von Sprache. Von 1884 bis 1914 wurde Togo als deutsches Protektorat (sogenanntes Schutzgebiet) verwaltet und später unter britisch-französische Militärverwaltung gestellt. Die Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch prägen das westafrikanische Land bis heute. Gleichzeitig wurden die lokalen Sprachen Ewe und Mina durch mündliche Überlieferung bewahrt.
Für die Ausstellungen "A World in Common", "Sam Youkilis" und "Silvia Rosi" (bis 7. Mai) im Berliner Fotozentrum C/O verlost Monopol 5 x 2 Freikarten. Für die Teilnahme an der Verlosung bitte eine E-Mail mit dem Betreff "C/O" und Ihrem Vor- und Nachnamen bis Mittwoch, 26. März, 14 Uhr, an info(at)monopol-magazin.de schicken. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden per Mail benachrichtigt, die Tickets werden an der Kasse hinterlegt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.