"Das Zerfallen des Atoms", schrieb Wassily Kandinsky 1914, "war in meiner Seele dem Zerfall der ganzen Welt gleich. Plötzlich fielen die dicksten Mauern." Wozu sollte man die Welt überhaupt noch malen, wie sie war? Der Urknall der Abstraktion brachte viele Galaxien hervor – Konstruktivismus, Bauhaus, De Stijl, Hard Edge, bislang zumeist getrennt ausgestellt. Die Schau "Kosmos Kandinsky" im Museum Barberini in Potsdam denkt jetzt in einer groß angelegten, opulent bestückten Präsentation die verschiedenen Geschichten der geometrischen Abstraktion zusammen und vereint Kunst aus den USA und Europa.
Kandinsky fungiert hier als Impulsgeber, doch der Bogen spannt sich bis zu lebenden Legenden wie Bridget Riley oder Paul Huxley, der als Professor in London Größen wie Tracey Emin oder Dinos Chapman auf den Weg brachte, aber selbst bis heute die Arbeit an seinem geometrischen Formenvokabular und seinen exquisiten Farben fortsetzt.
Dass das Ringen um Farbe und Form jenseits der Gegenständlichkeit nie aufhört, zeigt diese Schau eindrucksvoll. Vom russischen Suprematismus des Kasimir Malewitsch Anfang des 20. Jahrhunderts über die delikaten Skulpturen von Barbara Hepworth bis zur Op-Art von Bridget Riley.
Für die Sonderausstellung "Kosmos Kandinsky. Geometrische Abstraktion im 20. Jahrhundert" und die ständige Ausstellung "Impressionismus. Meisterwerke der Sammlung Hasso Plattner" im Potsdamer Museum Barberini verlost Monopol 10 x 2 Freikarten. Für die Teilnahme an der Verlosung bitte eine E-Mail mit dem Betreff "Barberini" und Ihrem Vor- und Nachnamen bis Mittwoch, 2. April, 14 Uhr, an info(at)monopol-magazin.de schicken. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden per Mail benachrichtigt, die Tickets werden an der Kasse hinterlegt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.