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Kölsch und Kunstdiskurs

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"The Köln Show" blickt zurück in eine Zeit, als die Domstadt das Zentrum der westeuropäischen Kunstszene war
"Köln war das Zentrum der westeuropäischen Kunstszene", sagte Wolgang Tillmans kürzlich im Monopol-Interview. Das liegt auch an Galeristen wie Christian Nagel, Monika Sprüth, Gisela Capitain, Max Hetzler und Jörg Johnen, die den kriselnden Kunstmarkt nach dem Boom der 80er-Jahre in eine neue Richtung lenken wollten: hin zu mehr künstlerischer Selbstreflexivität, Kontextkunst und Institutionskritik.

Galeristin Monika Sprüth und ihre Kollegen Max Hetzler und Jörg Johnen riefen Anfang der 90er auf der Art Cologne das "Sonderprogramm junge Galerien" ins Leben, Christian Nagel gründete 1992 gemeinsam mit Tanja Grunert und Michael Jansen mit der Unfair eine Gegenmesse zur Art Cologne, die schon im Namen gegen die Nicht-Zulassung zur größten deutschen Kunstmesse protestierte.

Wie die Unfair und andere neue Formate aus Köln zum Vorbild internationaler Kunstmessen wurden und welche Rolle neue Publikationen wie "Texte zur Kunst" damals für den Markt und die Künstler spielten, davon erzählt jetzt die Ausstellung "The Köln Show - Netzwerke der Avantgardegalerien in den Neunziger Jahren". Der Titel bezieht sich auf eine gleichnamige Ausstellung, die 1990 Werke von 66 Künstlern aus Europa, den USA und Japan präsentierte, kuratiert von den Kölner Galeristen Monika Sprüth, Esther Schipper, Isabella Kacprzak, Tanja Grunert, Gisela Capitain, Sophia Ungers, Rafael Jablonka, Max Hetzler und Daniel Buchholz.

Eine Auswahl von Fotos aus der Schau sehen Sie oben in unserer Bildstrecke.

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