"Alle vier Ausstellungsorte blicken auf ambivalente, teils gewaltvolle, teils widerständige Geschichten zurück, die von der Gegenwart über die Nachwendezeit, die deutsche Teilung, den Nationalsozialismus und die Weimarer Republik bis ins Deutsche Kaiserreich zurückreichen", heißt es von der Berlin Biennale, die in diesem Jahr von der im indischen Mumbai geborenen Kuratorin Zasha Colah gestaltet wird. "In ihren räumlichen Strukturen lassen sich noch immer Spuren erkennen, die von wechselhaften Geschichten des Protests und der Unterdrückung zeugen und schließlich von der Aneignung und Nutzbarmachung der Architekturen durch Künstler*innen erzählen."
Außerdem soll es "ko-kuratorische Projekte" geben. Zu diesen Schwester-Organisationen gehören das European Roma Institute for Arts and Culture, der Filmrauschpalast Moabit in der Kulturfabrik und Sinema Transtopia.
Die zwölfte, jüngste Ausgabe der Berlin Biennale ist im September 2022 mit über 140.000 Besucherinnen und Besuchern zu Ende gegangen. Die Berlin Biennale wurde 1996 auf Initiative von Klaus Biesenbach, dem damaligen Leiter der KW Institute for Contemporary Art, ins Leben gerufen und findet eigentlich alle zwei Jahre statt. Die 13. Ausgabe wurde aber um ein Jahr verschoben und findet nun vom 14. Juni bis 14. September 2025 statt. Als Gründe für die Verschiebung wurden organisatorische Verzögerungen aufgrund der Pandemie genannt. Außerdem wolle man ein "Superkunstjahr" und Konkurrenz mit der Venedig-Biennale vermeiden. Dem Vernehmen nach gab es aber auch Probleme bei der Findung der künstlerischen Leitung.