Ausstellungsprogramm

Berlin besteht auf Eigenständigkeit im Humboldt Forum

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Das Land Berlin wird sich mit seiner Ausstellung im künftigen Humboldt Forum nicht einer gemeinsamen Intendanz unterordnen

Der verantwortliche Chefkurator Paul Spies erklärte am Mittwoch: "Wir sind uns jetzt alle einig, dass es ein Kooperationsmodell wird, wo natürlich jemand die Leitung hat, aber wo die Spieler die Mitdenker, die Mitbestimmer und die Mitproduzenten des Programms sind."

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte dagegen einen Intendanten mit der Gesamtverantwortung für das Haus betrauen wollen. Das ambitionierte Kulturzentrum im rekonstruierten Berliner Schloss müsse ein "Haus aus einem Guss" werden, forderte sie mehrfach.

Spies, zugleich Direktor des Stadtmuseums Berlin, sprach sich gegen einen "überragenden Kurator" aus. "Wir haben die autonome Freiheit, unsere Ausstellungen selbst zu gestalten, ohne Einmischung von Berlin, aber auch ohne Einmischung vom Humboldt Forum", betonte er. Er selbst werde deshalb einem künftigen Leitungsgremium angehören, das Land Berlin werde mit zwei Mitgliedern im Stiftungsrat vertreten sein.

Neben Berlin werden auch die Humboldt-Universität und vor allem die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ab 2019 den Museumskomplex bespielen. Berlin will auf seiner Fläche zeigen, wie Lokales und Globales vernetzt sind. Die vielgelobte Schau "Berlin 1937" (noch bis 25. Februar) im Märkischen Museum sei dafür ein erfolgreicher Probelauf gewesen, sagte Spies.

Vom Sommer an wird auf zwei Etagen des Stadtmuseums eine völlig überarbeitete Dauerausstellung zur Geschichte Berlins zu sehen sein. Ab dem Jahr 2020 sollen das Museumsgebäude und das gegenüberliegende Marinehaus für 65 Millionen Euro zu dem neuen Kreativquartier am Köllnischen Park ausgebaut werden.

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