Auszeichnung

Anna Daučíková erhält Kunstpreis der Schering Stiftung

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Die slowakische Künstlerin Anna Daučíková wird mit dem 7. Kunstpreis der Schering Stiftung ausgezeichnet

Neben einer Einzelausstellung, die zwischen Juni und August 2019 im Berliner Ausstellungshaus KW Institute for Contemporary Art stattfinden wird, erhält die Gewinnerin ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Daučíková wurde 1950 in Bratislava geboren und studierte an der Kunstakademie in Bratislava. Die 58-Jährige ist sowohl für ihre konzeptuell-malerischen und fotografischen Arbeiten bekannt als auch für ihre Videoinstallationen. Sie ist Mitbegründerin des queerfeministischen Magazins "Aspekt". Auch privat setzt sie sich für die LGBTQ-Community der Slowakei ein. Daučíkovás Arbeiten waren untere anderem im Neubauer Collegium for Culture and Society in Chicago (2018) sowie der Documenta 14 in Athen und Kassel und auf der Kyiv Biennale (2015) zu sehen.

"In der Arbeit von Anna Daučíková verbinden sich auf innovative Weise Überlegungen zur Rolle und Bedeutung der gestalterischen Moderne in der osteuropäischen Gesellschaft mit Identitätsfragen. Im unterschiedslosen Übergang von Fiktion zu historischen Fakten, die auf Archivarbeit basieren, wird bewusst eine neue Form von Geschichtsschreibung praktiziert, die stereotype Vorstellungen unterwandert", heißt es in der Begründung der Jury. "Anna Daučíková verleiht dieser Art der Verschränkung von erlebter und erzählter Geschichte mit einer einzigartigen künstlerischen Sprache Ausdruck, die mit dieser Auszeichnung erstmals in einer größeren Werkschau präsentiert und gewürdigt wird."

Seit 2005 zeichnet die Schering Stiftung internationale Künstler aus, die einen bedeutenden Beitrag für die bildende Kunst leisten. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Cornelia Renz, Wael Shawky und Kate Cooper.

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