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6 Kunstdokus, die man im März nicht verpassen sollte

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Von Ai Weiwei bis F.C. Gundlach: Diese Kunstdokus lohnen sich im März auf jeden Fall

 

1.) Das Salz der Erde (iTunes, Amazon)

Oft gezeigt und doch immer wieder toll: Der Film von Wim Wenders aus dem Jahr 2014 porträtiert in beeindruckenden Perspektiven das Leben und Werk des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Die Bilder dieses Künstlers scheinen zu fließen und zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie sehr der Mensch in wenigen Jahren die Oberfläche der Erde veränderte. Entstanden ist ein Film, der aus dem Porträt dieses Künstlers ein universales Urteil über den Zustand unserer Weltgemeinschaft ableitet.

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2.) Frida Kahlo - Wilde Tage in Coyoacan (ARD)

Hommage an eine Frau, die fünfzig Jahre nach ihrem Tod eine Legende ist. Durch ihren Unfall wurde sie auch zu einer "Ikone des Schmerzes", die sich für ihre damals radikalen Ansichten zu Politik, Feminismus und Bisexualität selbst aufzuzehren schien. Dieses Porträt schafft es, durch viele Originalaufnahmen, Briefe und Tagebucheinträge ein ambivalentes Bild der Künstlerin zu zeichnen. Und die Zwiespältigkeit und den Schmerz zu benennen, aus der sich auch ihr Werk zu speisen scheint.

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3.) Ai Weiwei – Drifting: "Wir sind alle Flüchtlinge" (Deutsche Welle)

Über ein Jahr lang begleiteten die Journalistinnen Bettina Kolb und Eva Mehl Ai Weiwei. Der Künstler war zu diesem Zeitpunkt dabei, ein eigenes Projekt zu verfolgen: die Doku "Human Flow", in der er sich den Themen Vertreibung, Flucht, globale Migration und Exil widmet. "Drifting Ai Weiwei" bietet einen intimen Blick in sein Leben im Berliner Exil, auf seine Kunst und Arbeit als Gastprofessor an der Berliner Universität der Künste.

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4.) F.C. Gundlach - Meister der Modefotografie (Arte)

Ein packendes Porträt des einflussreichen Modefotografen und Überblick über seine umfangreichen Arbeiten. Gundlach prägte mit seinem Stil vor allem die Bildsprache der 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Später begann er seine zweite Karriere als Sammler, Ausstellungsmacher und Kurator. All das bringt Regisseurin Eva Geberding hier zur Sprache, ihre sehr detailreiche Dokumentation ist auch eine Zeitreise durch die Fotografie-Geschichte des letzten Jahrtausends.

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5.) Shot in the Dark (realeyz)

Es sind vor allem die starken Persönlichkeiten, die den Reiz dieses Films ausmachen. Der Regisseur Frank Amann porträtiert drei blinde Fotokünstler und ihre Wahrnehmung der Welt. Der eine kreiert seine Bilder ganz allein nach Gehör, für die andere ist es Lichtmalerei, sie lässt die Bilder ihrer inneren Vorstellung mit Hilfe strenger Regieanweisungen von ihren Assistenten nachbauen. Der dritte Künstler ist schwer sehbehindert, er arbeitet vor allem mit Nah- und Detailaufnahmen. So ist der Film Amanns eine Reflexion darüber, wie Vorstellungen in unseren Köpfen entstehen. Und woraus sich unsere Vorstellungskraft speisen kann.

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6.) Raiders of the lost Art (Netflix)

Man sollte sich nicht vom Titel täuschen lassen. Sicherlich geht es in einigen Folgen um Kunstraub und dessen geschichtlichen Kontext. Es ist aber vor allem eine spannende Reise quer durch die Kunstgeschichte. Alte Meister wie Monet, Da Vinci, Van Gogh, Raphael oder Munch werden vorgestellt und ihre Einflüsse sowie Techniken analysiert. An einigen Stellen sind die Episoden etwas redundant, aber alles in allem eine sehr gehaltvolle Serie.

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