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Digitalprojekt

Volksbühne zeigt Fall Achenbach als Web-Serie "Rheingold"

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Die Berliner Volksbühne bringt den Aufstieg und Fall des wegen Millionenbetrugs verurteilten Kunstberaters Helge Achenbach als ironische Web-Theaterserie heraus.

Gedreht werde die mehrteilige Geschichte "über die Sehnsüchte eines Hochstaplers" in der Volksbühne, heißt es in einer Ankündigung auf der Website des Theaters.

Das "zeitgenössische Sittenspiel" mit dem Titel "Rheingold" soll demnach ab Februar auf der neuen digitalen Volksbühnen-Plattform "Fullscreen" zu sehen sein. Unterstützt wird die Auftragsarbeit von der Julia Stoschek Collection.

Der Regisseur Jan Bonny ("Tatort") und der Künstler Alex Wissel hatten zehn filmische Skizzen von "Rheingold" bereits mit bekannten Schauspielern wie Matthias Brandt, Bibiana Beglau und Joachim Król gedreht und vergangenes Jahr im Rahmen des Filmfestes München präsentiert. Das Projekt feierte Anfang 2016 im Neuen Aachener Kunstverein Premiere.

Achenbach (65), einst der bekannteste Kunstberater Deutschlands, war im März 2015 wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Inzwischen arbeitet er im offenen Vollzug als Flüchtlingshelfer.

Die Berliner Volksbühne wird seit kurzem von dem belgischen Museumsexperten Chris Dercon (59) geleitet, der zuletzt Direktor der Tate Modern in London war. Aus der Theaterszene schlägt dem Nachfolger von Frank Castorf teils große Skepsis entgegen.

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