Debatte um Aserbaidschan-Pavillon

Grütters meldet sich zu Wort

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In die Debatte um das Engagement des deutschen Kunstmanagers Martin Roth für den Pavillon von Aserbaidschan auf der Venedig-Biennale hat sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters zurückhaltend geäußert.

"Ich denke jeder, der sich als Kurator für was auch immer und für welches Land oder welche Firma und ihre Stiftung in die Pflicht nehmen lässt, weiß, warum er das tut", sagte Grütters in Venedig der Deutschen Presse-Agentur. Man könne es ja vielleicht sogar als Herausstellen einer besonderen Botschaft benutzen. Dass überhaupt über solche Kombinationen diskutiert werde, sei ja auch schon ein ganz wichtiger Beitrag, so Grütters.

Roth - ehemaliger Leiter des Londoner Victoria und Albert Museums und Ex-Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden - ist bei der diesjährigen Kunst-Biennale Mitkurator für den Pavillon des autokratisch geführten Landes. Zeitgleich zur Biennale zeigt der Leiter der Berliner Nationalgalerie, Udo Kittelmann, in der Stiftung des Modekonzerns Prada in Venedig eine Ausstellung. An "The Boat is Leaking. The Captain Lied" sind daneben der Filmemacher Alexander Kluge, der Künstler Thomas Demand und die Kostümbildnerin Anna Viebrock beteiligt.

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