Jubiläum

Londoner Royal Academy zum 250. Jahrestag in neuem Glanz

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Die Royal Academy of Arts (RA) in London feiert ihr 250-jähriges Bestehen mit einer architektonischen Verjüngungskur, nach der die altehrwürdige Kunstakademie und Ausstellungshalle am Piccadilly kaum noch wiederzuerkennen ist

Architekt David Chipperfield verwirklichte ein Projekt von insgesamt 56 Millionen Pfund (63,5 Millionen Euro), mit dem die ursprüngliche Akademie (Burlington House) mit dahinter liegenden Ausstellungsräumen über Treppen und eine Brücke verbunden wurde. Das Museum wurde 2001 aufgekauft.

Die RA hat so einen Zugewinn von rund 70 Prozent Ausstellungsfläche, Kellergewölbe wurden in rustikale Präsentationsflächen verwandelt und die bisher völlig abgeschlossenen Ausbildungsräume wurden offengelegt. Die erweiterte "Neue Royal Academy" wird am 19. Mai für das Publikum geöffnet.

Die RA bezeichnet ihr vergrößertes Areal als einen "Campus", auf dem Besucher flüchtigen Einblick in die Ausbildungswerkstätten bekommen. Erstmals ist in einer separaten Galerie die ständige Sammlung der RA zu sehen. Dazu gehören Michelangelos "Taddei Tondo" und eine Kopie aus dem 16. Jahrhundert (etwa 1515) von Leonardo da Vincis "Das Abendmahl".

Insgesamt erhält die RA sechs neue Galerien, zwei neue Studios, einen Vortragssaal und zahlreiche Bildungs- und Vortragsräume. Ganz nebenbei bietet ein Spaziergang durch das neue Projekt von einem Ende zum anderen eine Parallelverbindung zur glitzernden Edel-Einkaufspassage "Burlington Arcade" zwischen dem Piccadilly und der vornehmen Bond Street.

Die Royal Academy wurde 1768 von König George III. gegründet. Joshua Reynolds war ihr erster Präsident. Zu ihren Mitgliedern zählt alles, was in der britischen Kunst Rang und Namen hat, von Gainsborough zu Constable und Turner. Zu deutschen Ehrenmitgliedern der RA gehören unter anderem Georg Baselitz, Anselm Kiefer und Wim Wenders.

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