Verstorbener Kulturmanager

Trauerfeier für Martin Roth in Berlin

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Freunde und Wegbegleiter wollen sich am Sonntag in Berlin von dem renommierten Museumsmacher Martin Roth, der 1955 in Stuttgart geboren wurde, verabschieden.

Die Familie hat für 14.00 Uhr zu einem Trauergottesdienst in die evangelische Ernst-Moritz-Arndt-Kirche in Berlin-Zehlendorf geladen, wie ein Gemeindesprecher am Freitag bestätigte.

Roth, der in Tübingen Kulturwissenschaften, Ethnologie und Soziologie an der Eberhard-Karls-Universität studiert hatte, galt als einer der erfolgreichsten Museumsmacher der Welt. Er war am Sonntag nach schwerer Krankheit mit 62 Jahren in Berlin gestorben. "Death is not the end" (Der Tod ist nicht das Ende) - unter dieses Motto stellte die Familie ihre Todesanzeige in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Urnenbeisetzung soll demnach zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis stattfinden.

Der promovierte Kulturwissenschaftler hatte seine Karriere in Dresden begonnen - zunächst als Direktor des Deutschen Hygiene-Museums, später als Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen.

2011 wurde er Leiter des Victoria and Albert Museums in London, der erste Deutsche an der Spitze eines britischen Topmuseums. Im vergangenen Jahr kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm noch kurz vor seinem Tod das Ehrenamt als Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart.

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