Razzia in Luxushotel

Schweizer Zoll beschlagnahmt Werke bei Kunstsammler

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Razzia in einem Schweizer Luxushotel: Wertvolle Bilder eines Kunstsammlers sind am Dienstag vom Schweizer Zoll beschlagnahmt worden.

Der Sammler habe zahlreiche Kunstgegenstände in die Schweiz eingeführt, ohne die entsprechenden Abgaben dafür zu zahlen, sagte ein Sprecher der Zollverwaltung. Allein bei der Mehrwertsteuer handle es sich um einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Werke seien nun zur Sicherung von finanziellen Ansprüchen eingezogen worden.

Die Behörde wollte aufgrund noch anderer laufender Zollverfahren keine Angaben zum genauen Umfang der beschlagnahmten Werke machen. Die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) schrieb von 30 konfiszierten Kunstwerken im Wert von knapp 47 Millionen Euro. Unter den Kunstschätzen sollen sich Werke des kolumbianischen Malers und Bildhauers Fernando Botero, von Jean Dubuffet und Niki de Saint Phalle sowie eine Skulptur von Joan Miró befinden.

Der Kunstsammler wehrt sich gegen die Vorwürfe. Alle Werke seien rechtmäßig in die Schweiz eingeführt worden. Die Aktion sei eine völlige Überreaktion, zitiert die "NZZ" seinen Anwalt.

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