Düsseldorfer Künstler

Reiner Ruthenbeck gestorben

Der Düsseldorfer Künstler Reiner Ruthenbeck ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

Laut einer Traueranzeige in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Samstag ist der Künstler, der in der Nähe von Düsseldorf lebte, bereits am 10. Dezember gestorben.

Ruthenbeck startete seine künstlerische Karriere in den 60er-Jahren zunächst als Fotograf, wobei er Aktionen von Fluxuskünstlern, Beuys und der ZERO-Gruppe dokumentierte. Ende der 60er studierte Ruthenbeck an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse Beuys. 1969 nahm der Künstler an der legendären Gruppenausstellung "When attitudes become form" in Bern teil.

Ruthenbeck ging es in seiner Arbeit geht um die Schönheit alltäglicher Objekte und einen neuen Blick auf sie, er faszinierte sich für Materialien und bestimmte Formen. Er häufte zusammengeknülltes Papier, Schlacke und Asche zu kniehohen Kegeln an, baute kastenförmige Gerippe aus Metallstangen, verteilte umgekippte Möbel im Raum.

Reiner Ruthenbeck nahm vier Mal an der Documenta teil, stellte 1976 gemeinsam mit Joseph Beuys und Jochen Gerz im deutschen Pavillon der 37. Biennale in Venedig aus und wurde von Kasper König 1984 in der vielbeachteten Gruppenschau "Von hier aus" und ein Jahr später bei den "Skulptur Projekte Münster" gezeigt. Zuletzt hatte er 2014 einen größeren Auftritt in der Serpentine Gallery in London.

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