Berlin

Nach Diebstahl von Goldmünze drei Verdächtige weiter in U-Haft

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Drei mutmaßliche Diebe einer riesigen Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum bleiben in Untersuchungshaft

Die Haftprüfung eines Verdächtigen habe ergeben, dass er nicht auf freien Fuß komme, teilte Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner am Donnerstag mit. Vor einer Woche war ein vierter Verdächtiger aus der U-Haft entlassen worden. Gegen den 19-Jährigen bestand kein dringender Tatverdacht mehr. Bei zwei anderen Verdächtigen wurde bei der Haftprüfung in der Vorwoche die U-Haft bestätigt. Die Prüfung hatten die Verteidiger der Verdächtigen beantragt.

Die 100 Kilogramm schwere Münze mit einem reinen Goldwert von 3,7 Millionen Euro war Ende März gestohlen worden. Die kanadische Goldmünze namens "Big Maple Leaf" mit dem Bild von Königin Elizabeth II. war die Leihgabe eines Privatmanns.

Nach intensiven Ermittlungen gegen einen arabischstämmigen Clan waren am 12. Juni gegen vier Männer zwischen 18 und 20 Jahren Haftbefehle erlassen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals mitgeteilt, sie gehe bei dem Diebstahl von einer organisierten Bandenstruktur aus.

Indes sah das Amtsgericht Tiergarten in der Vorwoche kein bandenmäßiges Vorgehen. Zwei entsprechende Haftbefehle wurden deshalb aufgehoben, zugleich aber neue wegen gemeinschaftlichen Diebstahls ausgestellt. Die Ermittler gehen nicht mehr davon aus, die Münze noch zu finden. Vermutet wird, dass die millionenschwere Beute zerlegt wurde. Laut Staatsanwaltschaft wurde Goldstaub sichergestellt.

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