Prozess geht weiter

Kein Vergleich zwischen Kunstberater Achenbach und Aldi-Familie

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Im millionenschweren Schadensersatz-Streit zwischen dem inhaftierten Kunstberater Helge Achenbach und der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht wird es vorerst keinen Vergleich geben

"Wir haben es jetzt noch nicht geschafft", sagte Achenbachs Anwalt Urs Breitsprecher am Freitag der dpa. Er bestätigte damit einen Bericht der "Rheinischen Post". Beide Parteien führten ihre Vergleichsgespräche aber fort. Am kommenden Donnerstag ist am Oberlandesgericht ein weiterer Termin in dem Berufungsverfahren angesetzt. Möglich wäre laut Breitsprecher, dass die Kammer das Verfahren zurück ans Landgericht verweist. Dann müsste es neu aufgerollt werden.

Achenbach (63) war im Januar 2015 wegen Betrugs beim Verkauf von Kunst und Oldtimern zur Zahlung von 19,4 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt worden. Dagegen hatte er Berufung eingelegt. Später hatte die Aldi-Familie die Klage noch einmal um mehrere Millionen Euro erweitert. Achenbachs Anwalt strebt einen Gesamtvergleich zwischen den Parteien an, der alle derzeit laufenden Gerichtsverfahren umfasst, "damit der Streit zwischen beiden Familien beendet wird".

Achenbach wurde im März 2015 wegen Millionenbetrugs an seinem 2012 gestorbenen Duzfreund Albrecht zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Schon seit Juni 2014 sitzt Achenbach in Untersuchungshaft.

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