Großeinsatz in niedersächsischer Landeshauptstadt

Hannoveraner besuchen während Bombenentschärfung Museen

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Während der Entschärfung mehrerer Weltkriegsbomben machten die Menschen aus dem evakuierten Gebiet tagsüber lieber Ausflüge als ihre Zeit in den Notunterkünften zu verbringen.

"Das Interesse an den Notunterkünften ist verhalten", bestätigte ein Sprecher der Feuerwehr Hannover. Bis 9.30 Uhr seien nur gut zweihundert Menschen in den Unterkünften, die in Schulen eingerichtet wurden, angekommen.

Viele der 50 000 Betroffenen nutzten stattdessen das von der Stadt angebotene Freizeitprogramm. Unter anderem war der Eintritt in mehrere Museen und in ein Freibad kostenfrei. Auch das Sprengel Museum bot für die Betroffenen freien Eintritt und Führungen an. Bis zum Mittag kamen schon rund 700 Besucher, sonst sind es an Sonntagen bis mittags nur etwa 200, sagte eine Mitarbeiterin.

In einigen Kinos konnten Betroffene Tickets zum Sonderpreis kaufen. Auch an einer der Notunterkünfte hatten Helfer für die Kinder eine Hüpfburg aufgestellt. Die Betroffenen wurden am Mittag mit Suppe und Getränken versorgt. Die meisten hielten sich bei sonnigem Wetter draußen auf. Einige verbrachten ihren Tag bei Freunden oder Verwandten oder grillten im Freien, andere gingen in den Zoo.

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