Auszeichnung für Kunstprojekte

Gewinner des ersten Sotheby's Prize stehen fest

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Mit einem neuen Preis möchte das Auktionshaus Sotheby's jährlich Institutionen und Kuratoren bei der Realisierung besonderer Kunstprojekte unterstützen. Jetzt wurden die ersten Gewinner bekanntgegeben

In seinem ersten Jahr geht der mit umgerechnet 230.000 Euro dotierte Preis an zwei US-amerikanische Ausstellungsprojekte, die wenig behandelte Themen der Kunstgeschichte untersuchen: "Many Tongues: Art, Language, and Revolution in the Middle East and South Asia" im Museum of Contemporary Art in Chicago sowie die Schau "Pop América, 1965-1975" im Nasher Museum of Art in Durham. Das Preisgeld wird zwischen den beiden Ausstellungen aufgeteilt.

Zusätzlich hat die Jury drei weitere Projekte mit je umgerechnet 8.480 Euro ausgezeichnet: "Ree Morton: The Plant That Heals May Also Poison" im Institute of Contemporary Art in Philadelphia, "Augusta Savage: Artist-Community-Activist" im Cummer Museum of Art & Gardens in Florida und "Native North America" im Crystal Bridges Museum of American Art in Arkansas.

Insgesamt gab es Bewerbungen von 92 Institutionen aus 15 verschiedenen Ländern, darunter Amerika, Europa, Russland, Asien und Afrika. Die Jury bestand aus Sir Nicholas Serota, Connie Butler, Donna de Salvo und Okwui Enwezor. Die Preisverleihung findet am 3. November in New York statt.

Die Idee für den Preis entwickelten Robin Woodhead, Vorsitzender von Sotheby's International, und Allan Schwartzman, Vorsitzender und leitender Vizepräsident von Sotheby's. Woodhead erklärt: "Obwohl Sotheby's ein kommerzielles Unternehmen ist, teilen unsere Mitarbeiter und Klienten eine Leidenschaft für Kunst, die weit über geschäftliche Überlegungen hinaus geht. Als Unternehmen sind wir sehr an einem Austausch zwischen Kuratoren, Sammlern, Künstlern und Museen interessiert, zwischen denjenigen also, die entscheidend zum Wohlergehen unserer Gesellschaft beitragen."

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