Offenbar politisch motivierter Vandalismus

Eisenman-Skulptur in Münster erneut beschädigt

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Bereits zum dritten Mal ist eine Skulptur der US-Künstlerin Nicole Eisenman in Münster von Unbekannten beschädigt worden

Eisenmans bei der Ausstellung Skulptur Projekte 2017 entstandenes Brunnenensemble "Sketch for a Fountain" sei unter anderem mit einem Hakenkreuz besprüht worden, teilte Festival-Sprecherin Jana Duda am Samstag mit. Die Polizei in Münster bestätigte dies. Der Staatsschutz habe Ermittlungen aufgenommen.

Eine der feministischen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff gewidmete Statue in unmittelbarer Nähe sei ebenfalls beschmiert worden, teilte das Skulpturen-Festival weiter mit. "Beide Werke sind Opfer einer faschistisch motivierten Gewalt", hieß es. Die Gewalt richte sich vermutlich gegen homo-, trans- und intersexuelle Personen. Eisenmans Skulpturen haben stets undefinierte Geschlechter.

Das Eisenman-Ensemble zeigt am Rande der Promenade in Münster fünf überlebensgroße Figuren aus Gips und Bronze an einem Wasserbecken. Es war zuvor bereits mindestens zwei Mal beschädigt worden.

Bereits im Juni hatten Unbekannte zudem ein LED-Kunstwerk des japanischen Künstlers Ei Arakawa beschädigt. Bei den nur alle zehn Jahre stattfindenden Skulptur Projekten werden bis zum 1. Oktober über das ganze Stadtgebiet verteilt 35 Werke von internationalen Künstlern gezeigt.

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