Nature Theater of Oklahoma

Germany Year 2071: #Prolog

06/15/2016 - 18:08

Welcome to the future. Deutschland im Jahre 2071 befindet sich kurz vor dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenbruch. Revolutionen kommen und gehen wie Sommerstürme, einst willkommen geheißene Aliens werden gezüchtet und für die Fleischproduktion verwertet, Emotionen sind längst ersetzt worden durch Emojis. Doch Dorothy und Joseph – Helden des "Detroit Miracles", die den Untergang der runtergewirtschafteten Auto-Stadt in eine Erfolgsgeschichte verwandelten – kommen der Ursache für das ganze Unglück näher …

Vor der modernistischen Architekturkulisse Kölns und auf der Großbaustelle Berlin entwirft Nature Theater of Oklahoma zusammen mit allen Mitwirkenden - LaiendarstellerInnen, Passanten, Tieren aus Köln und Berlin - eine imaginäre Stadt: Eine neue, alte, utopische, dystopische, nostalgische, furchtbare Stadt, ein Alphaville des 21. Jahrhunderts. "Germany Year 2071" zeigt ein imaginäres Deutschland, wie wir es uns nicht vorstellen wollen. 

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Kenny Schachter

Kenny Schachter's Fact & Fiction

Zaha Hadid in Venice: A Barefaced Short Hagiography of a Friend

06/01/2016 - 12:01

The 15th Biennial of Architecture in Venice opened last week with an impromptu retrospective of architect Zaha Hadid, hastily organized since Hadid's untimely death a few short months ago on March 31. What was meant to be an exploration of the research methodologies of the four-hundred strong bustling firm morphed into a mini-survey of a career reflecting the apotheosis of Zaha.

To be clear, this is not a review of the exhibition, which runs through November 27, 2016, but rather an appreciation of a relationship, a barefaced short hagiography of a friend and mentor—to me and many, many more. As an architect, designer, and artist, it was her democratic, boundary-crushing expression of form, no matter the manifestation, that so wowed. In the process, Zaha became an unintended lightening rod unsettling preconceptions of power (and success) with respect to women till the day she passed, and which won't stop anytime soon.

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Anika Meier

Anika Meier über Influencer in den sozialen Medien

Pass auf, was du postest!

06/01/2016 - 11:13

Während die einen immer noch, schon oder mal wieder das Fotografieren im Museum verbieten wollen, haben die anderen den fotografierenden Besucher als Influencer entdeckt. Influencer, das ist das Wort, das auf Digitalkonferenzen mindestens 45 Mal pro Minute fällt und in keinem Vortragstitel fehlen darf, wenn es um die sozialen Medien geht. Influencer, das sind die Personen, die in den sozialen Medien über eine nennenswerte Reichweite verfügen und vermeintlich Einfluss auf ihre vielen Follower haben. Viele Follower in Zahlen gesprochen sind 10.000 bis 1. 000 000 und mehr. Kürzlich haben die Pariser Museen eine Influencer-Kampagne gestartet, Hashtag #parallelesparismusees, in deren Rahmen 10 Instagrammer bekannte Kunstwerke aus den Kultureinrichtungen der Stadt neu interpretieren sollten. Die Beiträge wurden auf Instagram veröffentlicht, machten im Netz die Runde und sind noch bis Ende Juli im Bahnhof Saint-Lazare in Paris ausgestellt.

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Anika Meier

Anika Meier über Spaßbilder in Museen

Keine Selfie-Stationen mehr!

05/27/2016 - 12:17

Selfies können ziemlich viel, sie sind sogar fast so etwas wie allmächtig. Sie machen Menschen attraktiver, denken die Menschen, die ständig Selfies von sich posten und dafür täglich 597 Anläufe brauchen. Das richtige Selfie verhilft auf Tinder zu einem Date mit einem möglicherweise wie auch immer passenden Partner, wenn vielleicht auch nur für die nächsten fünf bis 15 Minuten. Auf Instagram verliert man mit dem falschen Selfie ziemlich viele Follower, Snapchat wiederum will und braucht das Selfie, egal wie, am besten super albern, super awesome, super cool mit Face Swap, Filter und Stickern gepimpt. Selfies von Promis bringen Papparazzi um Aufträge, machen allerdings Fans von Justin Bieber sehr sehr glücklich. Was aber Selfies am besten können: Die Kunstwelt auf den Kopf stellen.

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Kenny Schachter

Part II

Kenny Schachter Deals in Difficult Times at New York Auction Week

05/17/2016 - 14:10

Captain Cappellazzo, the Auctions and the Onward March of May
Markets like psyches have their natural, cyclical biorhythms; no one is happy 100 percent of the time and nothing goes up forever (except taxes); they also have a propensity to go down, even great ones—that's why the term business cycle is employed. But a business art is, rock-hard and on healthy footing. Like the Dow Jones, major auction tallies are an art-abacus for keeping score, a financial report card on the state of the markets and I'd grade the overall outcome of the auctions in New York in May 2016 a solid B (especially in light of how the art press forecast it would fare).

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Kenny Schachter

Part I

Kenny Schachter Deals in Difficult Times at Frieze New York and the Auctions

05/17/2016 - 13:58

Dealing in Difficult Times
All eyes are on the auction spectacle in New York, a market barometer maybe never as scrutinized in such transitional, tumultuous economic times. The month of May is when the art world resets its clock, a Greenwich Mean Time centered neither in the United Kingdom nor China, but rather in the unforgiving aisles of Christie's and Sotheby's.

Covering the enormity of the week and implications of the fallout is daunting but you just have to scruff the cat and get on with it. The jittery climate is further fueled by press like Bloomberg and the New York Times projecting (ever mounting) dark clouds of doom and gloom days before the sales; but casting a pall over the proceedings prior to when they unfold makes news and satisfies a human instinct to relish slips and falls (of others).

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Conglomerate

Conglomerate

Block One

05/13/2016 - 12:26

Conglomerate ist eine Online-TV-Plattform, die im Berliner Projektraum "Kinderhook & Caracas" beheimatet ist. In verschiedenen "Blocks" produziert das Team von Conglomerate (Sol Calero, Ethan Hayes-Chute, Derek Howard, Christopher Kline und Dafna Maimon) sein eigenes TV-Programm und lädt Künstler aus Berlin und der ganzen Welt dazu ein, Gastbeiträge beizusteuern.

"Block One" stellt Beiträge von Keren Cytter, Constant Dullaart, Christine Hill und Jeremy Shaw vor.

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Yilmaz Dziewior über Gossip

Klatsch und Tratsch der Woche

05/09/2016 - 10:50

Ein Blog eignet sich hervorragend und vielleicht sogar noch besser als die sogenannten sozialen Medien, um Klatsch und Tratsch zu verbreiten. Zum Beispiel: Wer wird die neue Direktorin des Düsseldorfer Kunstvereins? (Wird diese Woche bekannt gegeben!) Oder, wer folgt Marion Ackermann und Beat Wismer auf ihre noch dieses Jahr vakant werdenden Düsseldorfer Chefposten? Die Antworten auf die letzte Frage wird wohl noch etwas dauern.

Ebenfalls interessant: Wird sich Agnes Husslein mit ihrer Bewerbung um die eigene Stelle der künstlerischen Leitung des Wiener Belvedere gegenüber anderen Konkurrentinnen und Konkurrenten durchsetzen können? Auch hier wird die aktuelle Woche Weichen stellen. Bekannt ist hingegen jetzt schon, wer diese Woche den mit 150.000 Schweizer Franken dotierten Roswitha Haftmann-Preis erhält: Heimo Zobernig.

Was sollen alle diese Fragen, Bemerkungen und Andeutungen? Im meinem von Monopol kostspielig finanzierten Fachkurs für Blogger habe ich gelernt, dass abgesehen von dem eventuellen Unterhaltungswert solcher Manöver, diese hervorragend dazu dienen, Informationen, Einfälle, Meinungen und Berichte über Ereignisse zu verbreiten.

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Anika Meier

Wegweiser

Künstler in Zeiten von Selfies

04/29/2016 - 16:37

Selfie, Relfie, Face Swap: Die Möglichkeiten des digitalen Selbstporträts sind verwirrend vielfältig. Ein Ratgeber für Künstler

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Anika Meier

Anika Meier über die Relevanz von Kunstblogs

"Blogger sind die wichtigeren Journalisten"

04/20/2016 - 17:43

"Blogger sind die wichtigeren Journalisten", sagte der Bildhauer Erwin Wurm und meinte es vielleicht auch so. Jedenfalls gewährte er einer Runde ausgewählter Kunst- und Lifestyleblogger Zutritt zu seiner zu diesem Zeitpunkt noch im Aufbau befindlichen Ausstellung "Bei Mutti" in der Berlinischen Galerie. Der Österreicher hat keinen ausgeprägten Mutterkomplex wie Jonathan Meese. Er freut sich einfach nur bei Mutti in Deutschland zu sein, die ihre Grenzen aufmacht und ihn damit ein offenes Europa kennenlernen lässt, das er als Kind der Nachkriegsgeneration bisher nicht kannte.

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Anika Meier

Über die Bedeutung von Follower-Zahlen

Like mich am Arsch

03/31/2016 - 15:21

Immer mehr Kunstwelt-Akteure benutzen Instagram. Doch lässt sich die Bedeutung eines Künstlers oder Kurators anhand von Follower-Zahlen auf einer kommerziellen Foto-Plattform messen?

Anton Corbijn ist verzweifelt. Vielleicht ist er aber auch einfach nur ein bisschen enttäuscht angesichts der Ankündigung von Instagram, die Sortierreihenfolge der Beiträge werde sich in Zukunft ändern. Das Wort Algorithmus fiel, da ist der Kopf schnell beim Zuckerberg. Und seinem Unternehmen Facebook, zu dem Instagram seit 2012 gehört. Und da Facebook generell schlecht ist, man darf ja nicht einmal irgendwas mit weiblichen Brustwarzen zeigen, ist sicherlich auch schlimm, was Instagram von Facebook übernimmt, in diesem Fall also der Algorithmus.

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