Marie Kaiser in der Galerie BQ

Die wundersame Welt der Raphaela Vogel

01/29/2016 - 15:42

Pissoirs aus Plastik und Schleiertänze mit Drohne. Die wundersame Welt der Raphaela Vogel in der Galerie BQ

Mein Beitrag zum Nachhören auf Radioeins:


http://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/art_aber_fair/raphaela-vogel--ich-gebe-euch-eine-verfassung.html

 

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Anika Meier

Anika Meier über Amalia Ulmans fiktive Biografie

"Jeder ist online ein Lügner"

01/29/2016 - 12:37

Amalia Ulman inszenierte sich monatelang auf Instagram als vermeintliches Dummchen, das in der Großstadt zum Hot Babe wird, sich von einem Sugar Daddy aushalten lässt und am Ende Läuterung im Yoga findet. Dann löste sie auf: Die Erzählung vom Aufstieg und Fall eines Mädchens war reine Fiktion. Fast zwei Jahre nach ihrer Entstehung wird die Performance noch immer heftig diskutiert und in Ausstellungen gezeigt

Mädchen aus der Provinz findet kleine Häschen zum Sterben süß, zieht in die große Stadt, um Model zu werden, hätte gern blassere Haut und dünnere Knie, trennt sich von ihrer Highschool-Liebe und merkt, dass das Leben Geld kostet. Sie schlägt sich durch, lässt sich auf Dates ein, wird selbst zum Häschen eines Sugar-Daddy – größere Brüste müssen her. Die lassen sich in L.A. schnell machen, auch wenn es weh tut. Das blonde Mädchen in der großen Stadt will nicht mehr für ein Dummchen gehalten werden und geht deshalb wieder als Brünette durchs Leben. Sie wird depressiv, drogenabhängig, tanzt zwischenzeitlich an der Stange, Nervenzusammenbruch, Rehab, Yoga, Avocado-Toast, neuer Boyfriend. Alles gut, ausatmen.

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Marie Kaiser in der Galerie 206

Michel Comte: PERSONALITIES

01/22/2016 - 17:41

Frauen, die Zigaretten rauchen. Michel Comte hat für seine Ausstellung im Quartier 206 in der Friedrichstraße seine 90er-Fotos ausgepackt

Mein Beitrag zum Nachhören auf Radioeins:

http://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/art_aber_fair/michel-comte--personalities.html

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Kenny Schachter

Kenny Schachter über Zombie Formalism

Dawn of the Dead

01/19/2016 - 13:20

Abstract paintings between boom and doom: Kenny Schachter investigates the market

The Foreground

Though it feels like it’s been forever upon us, Zombie Formalism is a recent breed of mostly male, mostly generic abstraction mostly expressed in paint on canvas; a generalization of meanings coined by artist and critic Walter Robinson, who as the founding editor of Artnet Magazine in 1996 and was my very first editor at the time before the vital, paradigm shifting net-news outlet was unceremoniously halted. Zombie Formalism (ZF hereon in) unlike Walter and myself, now long in the tooth, is like the commodity pits, a game geared towards youth. 

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Anika Meier

Anika Meier über Künstlerinnen in den sozialen Medien

Feminismus 4.0

01/19/2016 - 12:33

Die sozialen Medien bringen eine neue Generation feministischer Künstlerinnen hervor, die sich gegen das allzu Glatte wehrt

Während Kaffeeliebhaber noch mitten in der so genannten Third Wave stecken, der dritten Welle der Kaffeekultur mit einem neuen Bewusstsein für Filterkaffee und Espresso, ist die zeitgenössische feministische Kunst schon bei der vierten Welle. In den sozialen Medien nennen sich die Künstlerinnen artwerk6666, bloatedandalone4evr1993, artbabygirl oder einfach nur thisismayan. Ihre Ausstellungen in Galerien tragen Titel wie "Still in Bed", "All my Feelings are Mine", "The Daydreamers" und "From my Bedroom to Yours". Ihr Snapchat-Kanal heißt artgirltv, ihr Mode-Label its_meandyou. Irgendwoher müssen sie ja die pinken Pullis und pinken Höschen bekommen. Mit der Aufschrift "Feminist", mit der deutlichen Anweisung "Don't Touch" oder mit dem rebellisch dahin geseufzten Statement "Hate it here". Oder die goldenen Kettchen, die sie in geschwungener goldener Schrift als "Bad Bitch" ausweisen. 

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Anika Meier

Anika Meier über #OlafurBaroque

Bitte fotografieren Sie!

01/05/2016 - 10:44

Eigentlich herrscht an allen vier Ausstellungsorten des Wiener Belvedere ein striktes Fotoverbot. Für den dänisch-isländischen Künstler Olafur Eliasson wurde es erstmals aufgehoben. Anika Meier über Selbstreflexion in den Spiegeln des Winterpalais

Eine 67 Meter lange Spiegelwand zieht sich durch die gesamte Raumflucht der Prunkräume des Winterpalais in der Wiener Himmelpfortgasse. Dem Prinzen Eugen diente das Winterpalais einst als Hauptwohnsitz, als feudalen Sommersitz ließ er das Untere und Obere Belvedere errichten. Heute ist der Stadtpalast der vierte Ausstellungsort des Museum Belvedere, neben dem Schloss selbst und dem 21er Haus, einem Museum für zeitgenössische Kunst.

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Anika Meier

Anika Meier über Art Selfies

Warum Museumsbesucher gerne Fotos von sich teilen

12/22/2015 - 11:29

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Hashtags für Fotos, auf denen jemand mit der Kunst interagiert. Anika Meier über die Daseinsberechtigung der Art Selfies

Ein wenig zuckte ich zusammen, als auf Twitter die Ankündigung für den nächsten Tag des #museumselfie in meiner Timeline an mir vorbeirauschen wollte. Kurz innehalten, Terminkalender hervorkramen und mit rotem Filzstift #NoMuseumSelfie für den 20. Januar 2016 notieren.

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Anika Meier

Anika Meier über das Fotografieverbot im Rijksmuseum

Krieg dem Selfie-Stick

11/30/2015 - 12:47

Fotografierende Besucher werden von den Museen nicht so gern gesehen. Wie steht es mit zeichnenden Kunstbetrachtern? Das Amsterdamer Rijksmuseum macht einen Versuch

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Anika Meier

Anika Meier über Handyfotografie

Handybilder sind besser

11/30/2015 - 11:37

Gefundene Objekte, Banalitäten und beiläufige Knipserei gibt es schon länger als Handyfaufnahmen. Dass die mobile Fotografie diese Traditionen nicht vergessen hat, zeigen Ausstellungen am Niederrhein und in London

Was haben das Museum Goch in einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt bei Düsseldorf und die Tate Modern in London gemeinsam? Beide haben sie gerade Handyfotografie ausgestellt, ohne sich mit Selfies, Foodies, cat content oder Ai Weiwei aufzuhalten. Wirft man einen Blick zurück ins Ausstellungsjahr 2015, sticht ins Auge, dass Künstler und Kulturinstitutionen sich mit der Veränderung des Gebrauchs und der Funktion von Bildern beschäftigt haben. Mit der Fotografie als Massenphänomen. Mit Bildern als Kommunikationsmitteln. Und mit dem Smartphonebesitzer als Knipser.

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Kenny Schachter

Kenny Schachter on the auctions in New York

The sky is falling on the art market, or is it?

11/26/2015 - 18:15

In last week’s New York auctions of Impressionist and Contemporary art, $2.3bn was transacted in two weeks and though less than the last spate in May ($2.7bn, a record high), nevertheless it was above the $2.1bn presale estimate. Any diminution in value this season compared with May is more indicative of the material coupled with inflated expectations than the overall market. Christie’s continues to beat Sotheby’s in contemporary except that it has gotten a little too cocky (greedy) this time around, so the margin is shrinking—or the perception of the gap—though not as precipitously as Sotheby’s stock price, and Phillips remains misguided. There you have it in a nutshell.

Post-sales, the press chimed in like Chicken Little that the sky was falling as the numbers came up short but I can remember when a $170m Amedeo Modigliani nude and $70.5m Cy Twombly scribble would be cause for celebration (both respective highs). Not to mention countless additional records dropping like flies in a Hirst vitrine. We are in a mature, healthy and broad market in rather rude health, thank you very much. Here’s how it panned out.

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Kenny Schachter

Kenny Schachter

The Dirty Details Behind the Big New York Auctions

11/26/2015 - 17:47

I covered the fall New York art auctions—focusing more than usual on the art itself for a change—for another art publication, and the editors there knew full well in advance that my writing voice verges on…hysterical, littered with random gossip and innuendo that for the most part is entirely true no matter how cartoonish it may appear at first blush. (The last thing anyone wants to hear from me is my opinion about the actual art: only who's showing, buying and selling. Period.) I'm no Cindy Adams, who signed off her NY Post gossip columns: "Only in New York, kids, only in New York." But the art world is a not a place unto itself, kids, it's a veritable planet.

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