Die Monopol-Redaktion

Berlinische Galerie feiert die 60er

Wir Salon-Modernen

06/23/2015 - 14:46

Die Ausstellung "Radikal Modern" in der Berlinischen Galerie​ versucht eine Neubewertung der 60er-Jahre-Architektur. Aber ist der Zug nicht längst abgefahren?

Ich bin nicht über das Röhrensystem aus rollenden Gesteigen gekommen, mit dem die Architekten Georg Kohlmaier und Barna von Sartory Passanten quer durch die Stadt transportieren wollten. Auch die sechsspurige Autobahn, die Hans-Georg Krumbholz einst für die Innenstadt imaginierte, habe ich nicht benutzt, denn ich besitze keinen schnittigen Straßenkreuzer, sondern ein Fahrrad. Auf dem ich aus jenem Teil Kreuzberg zur Berlinischen Galerie fuhr, der nach dem Willen avancierter Städteplaner längst Hochhäusern Platz gemacht hätte.

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Anika Meier

Publikationen zur Social Photography

Sind Magazine das neue Vinyl?

06/19/2015 - 14:01

Überall schreibt und spricht man inzwischen über Social Photography und deren Hauptverbreitungskanal Instagram. In den Medien ist ein Beitrag über Instagram ein Garant für hohe Leserzahlen wie eine beliebige Liste auf "Buzzfeed". Und sei es einfach nur Instakram, wie ihn das Magazin der "Süddeutschen Zeitung" online sammelt: Hier die zehn besten Selfies der Königin der Selbstporträts Kim Kardashian, da zehn Fotos und Videos von Justin Bieber der Sportskanone beim Wellenreiten und Segwayfahren und dort eine Sammlung von Promi-Selfies. Schenkelklopfer garantiert.

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Die Monopol-Redaktion

Milo Moirés Performance in Basel

Man trägt wieder nackt

06/18/2015 - 14:35

Am Rande der Kunstmesse Art Basel führte die Schweizer Künstlerin Milo Moiré erneut eine Guerilla-Performance auf, in der sie sich nackt mit Passanten fotografieren ließ

Die 1983 geborene Künstlerin, die mit einer Maltechnik bekannt wurde, in der sie farbgefüllte Eier aus ihrer Vagina presst und sie auf Leinwänden zerspringen lässt, stand am Mittwoch eine Dreiviertelstunde unbekleidet auf dem Barfüsserplatz (passender Name!), bevor es ihr zu kalt geworden sei. Schon im vergangenen Jahr ist Moiré vor den Toren der Art Basel nackt herumgelaufen. "Sie verkörpert durch ihre Performance die freiwillige Entblössung unserer Gesellschaft in den sozialen Medien", heißt es auf ihrer Website  - was genauso viel Sinn macht, wie mit Exekutionen gegen die Todesstrafe zu protestieren.

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"Ones to Watch" mit Pete Docter und Sylvain Chomet

Animationsfilme eröffnen neue Welten

06/18/2015 - 14:09

Animationsfilme sind aus der heutigen Medienwelt nicht mehr wegzudenken und haben längst ein eigenes Genre geschaffen, das weltweit zahllose Anhänger findet. In der Filmindustrie nimmt der Zeichentrick außerdem deshalb einen besonderen Stellenwert ein, da in ihm nichts unmöglich scheint: So werden Tiere, Spielzeuge und Kunstfiguren zum Leben erweckt und erhalten menschliche Charakterzüge und Verhaltensweisen. In der Juni-Ausgabe der CNN Kunst- und Kultursendung "Ones to Watch" geht es um Animationsfilme und zwei der bekanntesten Animationskünstler unserer Zeit: Pete Docter und Sylvain Chomet wählen ihre "Ones to Watch" und erklären, was an den jungen Talenten so besonders ist.

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Britta Thies "Translantics" - Episode 3/6

"Dove Step"

06/16/2015 - 15:56

Suit & Smut

06/10/2015 - 11:02

Anika Meier

Kim Kardashians Buch "Selfish"

Die unerträgliche Seichtigkeit des Selfies

05/29/2015 - 11:36

Kim Kardashian als kleine Prinzessin der Generation Duckface und lebende Version der Beuys'schen Fettecke

"Du guckst mich an, als müsste mir das etwas sagen", bekomme ich zu hören, während die Hoffnung langsam in mir schwindet, zuletzt doch noch im Second-Hand-Buchladen fündig zu werden. Hier werden gelegentlich ungelesene Rezensionsexemplare abgeworfen. Der Verkäufer auf der anderen Seite des Tresens bittet mich, den Namen der Autorin zu wiederholen, derweil schaltet sich seine Kollegin ungeduldig ein: "Komm, Kim Kardashian, die mit dem glänzenden Hintern und dem Champagnerglas ... kennst Du!" Mit welchem Rapper sie liiert ist, mag ihr nicht so schnell einfallen. "Ach, Kanye West, stimmt. Nee, das Buch haben wir nicht, ich hätte es sonst ins Schaufenster gestellt." Immerhin hätte man das Buch hier zum Verkauf angeboten.

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Kenny Schachter's Fact & Fiction

On How Art Dealing Has Become Joyless, Boring, and Mean-Spirited

05/28/2015 - 10:22

In order to fund my writing, teaching and amateur art making habits, I am part of a peculiar breed of dealer-to-dealer dealers and we are an idiosyncratic bunch at that. What that actually entails is the buying and selling of art to other like-minded traders thereby avoiding the time-consuming and hapless job of selling to end users, i.e., collectors—whatever that term has come to signify. I relate the capriciousness of some to a punter who walks into a supermarket, bargains down the price of a quart of milk, doesn't pay for eight months then proceeds to return it because it went rancid. Or the market dropped or the couch changed. That should make me some more friends.

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In seinen Instagram-Bildern zeigt sich Richard Prince als genialer Troll

05/27/2015 - 18:50

Was macht das Internet? Das Internet hasst.

Natürlich kann es auch noch viel mehr – es löst Revolten aus, besetzt Diskurse, ist lüstern, drängelt, liebt Katzen, mischt sich ein. Aber oft scheint es, als ob Hass am besten geht, vor allem mit einem guten Troll.

In letzter Zeit hat das Netz jedenfalls mit gründlichem Hass auf die semi-revolutionären, bestechend schlichten, oft obszönen Instagram-Bilder von Richard Prince reagiert (Abbildungen hier). Man hat Prince dafür als Lustgreis, als böse und verkommen, als Perversen beschimpft. Das ist er vielleicht auch – aber dann, mit Verlaub, auf großartige Weise.

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Britta Thies "Translantics" - Episode 2/6

Awkaward

05/26/2015 - 19:17

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Lang Lang im Interview

"Der Hunger nach klassischer Musik ist immer noch da"

05/21/2015 - 11:34

Was hat Sie dazu bewogen, bei 'Ones to Watch' Nachwuchskünstler zu nominieren?

Die nächste Generation von Musikern zu unterstützen, ist sehr wichtig für mich. In der Tat ist die Entwicklung der Nachwuchskünstler eine Art zweite Karriere für mich geworden. Mit meiner Stiftung Lang Lang International Music Foundation entwickeln wir immer wieder neue Programme, um junge klassische Musiker zu unterstützen.

Könnten Sie uns noch einmal erläutern, warum Sie gerade diese beiden Nachwuchskünstler, Alasdair Howell und Buskaid als Ihre 'Ones to Watch' gewählt haben? Wie sind Sie auf sie aufmerksam geworden?

Vor zwei Jahren haben wir das Allianz Junior Music Camp, das jährlich ausgetragen wird, gegründet. Kinder aus der ganzen Welt können sich bewerben und daran teilnehmen. Letztes Jahr war dann Alasdair in Barcelona. Er ist unglaublich talentiert und ich möchte ihm dabei helfen, seine Träume zu erfüllen. Auf Buskaid wurde ich durch das Surfen im Internet aufmerksam und ich dachte mir, dass das eine großartige Initiative sei, auf die man ein Auge werfen sollte.

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